https://www.google.de/maps/@-34.8290614,173.4102503,3572m/data=!3m1!1e3


Als nächstes hat es uns an die Maitai Bay verschlagen. Diese liegt fast am nördlichen Ende von Neuseeland ("Far Northland"), und ist ein wahres Idyll; also so, dass einem beim Hinschauen die Augen tränen (das werde ich übrigens definitiv noch Öfters sagen :). Und außer uns ist auch kaum jemand hier.

Die Fahrt hierhin war schon von ständigen Ahhs! und Ohhs! begleitet, da die Landschaft einfach fantastisch ist. Für uns interessanterweise irgendwie eine Mischung aus vielen Reisezielen unsere Vergangenheit. Neuseeland vereint für unser Gefühl sämtliche Reiseziele, die wir bisher erkundet haben. Vieles erinnert an Mexiko, Costa Rica, die Karibik allgemein oder z.B. Madeira oder Korsika. Beim Essen ist das hier genauso, denn es gibt nicht DAS neuseeländische Nationalgericht, aber es gibt britische Fish and Chips, amerikanische Burger, italienische Pizza, natürlich asiatisches Essen in allen Facetten und sogar sowas wie Döner.

In Neuseeland gibt es eine staatliche Behörde, das Department of Conservation, kurz DOC, das sich dem Erhalt der Natur in Form von Flora und Fauna verschrieben hat. Sie unterhalten Naturschutzgebiete, ein riesiges Netz aus Wanderwegen und betreiben auch eine Unmenge von Campingplätzen vorallem an den entlegendsten Orten, wo das unter Marktbedingungen nicht wirtschaftlich wäre. Es handelt sich dabei immer um Naturcampingplätze, also ohne Spielplatz, Shop und meistens ohne warme Duschen :) Aber so kann jeder der will, die schönsten Gegenden bereisen und das ohne was kaputt zu machen, denn das DOC ist äußerst streng und überwacht alles. Auch am Arsch der Welt ist immer ein Ranger in der Nähe. Die Stellplatzgebühr wirft man inkl. ausgefülltem Anmeldeformular in ein bereitgestelltes Kästchen, wenn die "Rezeption" nicht ständig besetzt ist, was während der Nebensaison - also jetzt - oft der Fall ist.

Dieser Zeltplatz an der Bay ist ein solcher Naturcampingplatz vom DOC; sehr spartanisch, aber sehr gepflegt und frisch gemäht. Wir haben uns also auf dem großen Gelände eine schöne, windgeschützte Ecke gesucht und zum ersten Mal live ausprobiert, wie es sich so ohne Stromanschluß und Versorgung mit warmem wie kaltem Trinkwasser im Camper so aushalten läßt.

Die Maitai Bay ist eine von mehreren Bays auf einer kleinen Halbinsel mit vorgelagerten Inseln und wie gesagt ein Traum aus weißem Sand, blauem Meer und grünen Hügeln. Überall laufen, fliegen und zwitschern die verschiedensten Vögel. Alles grünt und vieles blüht.

Wir haben zu Fuß drei der Bays besucht und - schön warm angezogen - den Strand etwas genossen. Nachts ein Sternenhimmel wie man ihn in Deutschland nirgendwo sehen kann; bei seichtem Brandungsgeräusch in der Bucht ... Wenn es nur noch 10 Grad wärmer wäre ...


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