https://www.google.de/maps/@-41.0553316,173.7702185,462m/data=!3m1!1e3


Angekommen in Picton, auf der Südinsel von Neuseeland, haben wir uns entschlossen, "links rum" zu fahren; zuerst zur Elaine Bay in die Marlborough Sounds, ein riesiges Küstengebiet mit zahllosen Fjorden, Inseln und Inselchen. "Was? Schon wieder eine Bay?" mag einer meinen, aber in jeder Ecke des Landes sieht es ja anders aus und insofern ist "Bay" nicht gleich "Bay".

Die Südinsel ist wesentlich bergiger/felsiger, hat mehr Nadel- als Laubwald bzw. ist generell bewaldeter und hier, wo wir sind, gibt es in den flachen und schier endlosen Tälern zwischen den Bergen auch wesentlich mehr Anbauflächen (Wein, Obst usw.) als Viehwirtschaft; zumindest gefühlt. Tendenziell wird das Wetter immer besser und sonniger, auch wenn die Nächte mit einstelligen Temperaturen noch arschkalt sind.

Die malerische Elaine Bay liegt direkt in den Sounds, ist umrahmt von wenige hundert Meter hohen Bergen, und das Schöne ist, dass es hier kaum Behausungen an den Hängen gibt; also alles (bis auf die Bay selber) unbewohnt ist. Und das DOC hat wieder eine wunderhübsche kleine Campsite direkt ans Ufer gebaut; 20 Stellplätze, kein Strom, zwei Plumpsklos, Waschbecken mit kaltem Wasser. Fertsch.

Bei unserer Fahrt dorthin und bei der Ankunft gabs unschönen Landregen ... Wobei; wieso unschön? Die Landschaft sieht bei Regen zwar etwas trauriger, aber trotzdem wunderschön aus! Der nächste Tag ist dann dafür ein echter Sahnetag mit strahlendem Sonnenschein und fast 20 Grad, aber lästigem Wind. Wir machen über 3 Stunden eine kleine Wandertour an der Bay entlang - mit wunderschönen Ausblicken in die Marlborough Sounds, und gammeln den Rest des Tages dann in der Sonne der Elaine Bay :) Den Abend krönt dann lecker Essen "made by Romy". Es gibt Barschfilets mit Kartoffelbrei ...

Und irgendwie hatten wir die Kapazität unseres Abwassertanks überschätzt, denn nach dem Aufwasch tropft es unterm Van. Aber egal, denn am Tag der deutschen Einheit gehts eh wieder zurück auf die kurvige Küstenstraße, zurück in die Zivilisation und auch zu einer Abwasserstation ("dump station").


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