https://www.google.de/maps/@-40.6770835,172.6824396,1365m/data=!3m1!1e3


So. Da sollte die Übernachtung in Collingwood eigentlich nur der letzte Halt vor der Reise um die Nordspitze der Südinsel sein, aber nö; am Ende waren wir drei Nächte in Collingwood und nicht an der Nordspitze. Denn irgendwer hatte ein ausgewachsenes Sturmtief inkl. Dauerregen beim Wettergott bestellt. Daher waren wir zwei volle Tage im Camper "eingesperrt" und haben diesen nur in Stoffwechsel-Angelegenheiten bzw. zum Verlängern unseres Stellplatzes verlassen. Doooooof!

Zum Glück hatten wir auf der relativ kurzen Hinfahrt noch zwei Stopps eingelegt: einen an den Waikoropupu Springs und einen am Pupu Hydro Walkway. Bei ersterem handelt es sich um die Quelle, die angeblich weltweit das sauberste Wasser hervorbringt (63m Unterwassersichtweite) und das bei einem ordentlichem Druck von 14000 Litern pro Sekunde an der Hauptquelle. Das Ganze war recht interessant, auch hübsch grün bzw. naturbelassen, aber leider sieht man (ohne Polarisationsfilter) von außerhalb kaum, wie klar das Wasser ist, da die Reflektionen des Sonnenlichts blenden :(

Der Pupu Hydro Walk ist ein ca. zweistündiger Rundweg und nur ein paar Kilometer Schotterpiste und eine Bachduchquerung von den Quellen entfernt. Der Spaziergang - wieder durch schönste Natur - hatte ordentlich Höhenmeter und führte einem vor, wieviel technischen Aufwand die Goldwäscher in der Golden Bay betrieben haben. Sie hatten an einem Berg entlang einen mehrere Kilometer langen, künstlichen Kanal angelegt, um Wasser zum Waschen des Goldes zuzuführen. Ein bißchen wie die Levadas auf Madeira. Heute wird mittels eines Fallrohrs damit ein kleines Wasserkraftwerk betrieben.

Naja und dann ging die Fahrt wie gesagt weiter nach Collingwood, einem Nest mit 250 Einwohnern und einem Motorhome. Die zwei Tage wetterbedingten Müßiggangs waren aber trotzdem gut auszuhalten: es gab Strom am Camper, eine stabile WLAN-Verbindung ohne Volumenbeschränkung, und es waren nur 10 Meter durch den Regen bis zu den Facilities mit Klo, warmer Dusche und Küche. Das Frühstücks-Cafe lag 150m entfernt und das für das Diner ebenfalls :) Wir hatten also mal schön zwei Tage Urlaub im Urlaub mit Lesen, Rätseln, Computerdingsbumms und dumm rumliegen. Das Ganze mit Ausblick auf die Bay in einem vom Wind schauckelnden Campervan.

Als am Morgen des dritten Tages das Wetter etwas aufklarte, haben wir uns aber aus Zeitgründen gegen eine Weiterfahrt hochzu entschieden und sind jetzt in Richtung Süden unterwegs.


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