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Diese Fahrt in Richtung Süden war mit 5h Fahrzeit die bisher längste Tagesetappe. Außerdem hatten wir für den Anreisetag auch noch zwei Ausflugsziele angepeilt. Rein rechnerisch ging das zwar auf, aber wir wußten natürlich nicht, wie gut wir auf den Landstraßen Neuseelands am Ende wirklich voran kommen.

Beim ersten Zwischenstopp an den "Pancake Rocks and Blowholes" handelt es sich um vor der Küste im Wasser stehende Felsen und Felsentürme, wobei letztere durch die Struktur des Gesteins aussehen wie überdimensional große Pancake-Stapel (Pancake = dicke Eierkuchen). Und zwischen den Felsen schwappt die starke Brandung dann in großen Fontänen bis über den oberen Rand der Felsen hinaus; "Blowholes" also. Letzteres bekamen wir leider nicht zu Gesicht, da seit der Flut schon ein paar Stunden vergangen waren, und der Wasserspiegel nicht mehr hoch genug war. Aber außergewöhlich und nett anzusehen war das Ganze trotzdem; auf einem 20-minütigen Rundweg. Da sich anschließend langsam der Hunger meldete, haben wir an der Straße im Touristen-Cafe gleich noch eine Mahlzeit eingenommen: leider die schlechteste Salami-Pizza, die wir je gegessen haben :(

Dann gings ein paar Kilometer weiter zum Motukiekie Beach. Wo vorhin das Tiden-Timing suboptimal war, paßte es jetzt wie Arsch auf Eimer, denn dieser Beach existiert nämlich nur bei Ebbe bzw. 2-3 Stunden davor und danach. Zu anderen Zeiten klatschen die Wellen an die Steilküste und lutschen dabei alles schön rund; auch unvorsichtige oder falsch informierte Strandbesucher :) Naja jedenfalls stellte sich diese zweieinhalbstündige Strandwanderung als ein absolutes Highlight heraus, was wir nie vergessen werden. Diese seltsam geschichteten, miteinander verpreßten, völlig unterschiedlichen Gesteine obiger Pancake-Felsen gab es nämlich auch hier. Und zwar in Brocken von 10m Durchmesser bis mikroskopisch klein. Das alles hübsch von ordentlich Wellengang bearbeitet, abgeschliffen, rundgelutscht, ergab völlig bizarre und vielfarbige Strukturen. Auch von den Klippen gestürzte Bäume wurden von Mutter Natur sehr kunstvoll bearbeitet und gestaltet. Dazu als Kulisse ein abgefahrenes Spiel aus Sonne, weißen und grauen Wolken, Regenschauern und einsetzendem Sonnenuntergang. Der durchschnittliche Abstand zwischen einem "Wow!" und dem nächsten "Krass!" war noch nie so kurz ...

Kurz bevor der Tag sich völlig dem Ende neigte, haben wir es dann noch ins angepeilte Motorhome geschafft; wieder ein äußerst knuffiges und authentisches Plätzchen mit Hippie-Ambiente :) Dort waren kaum andere Gäste, und unser Parkplatz für die Nacht lag nur einen Busch vom Strand entfernt. So konnten wir in aller Ruhe den grandiosen Sonnenuntergang zu Ende anschauen. Was für ein Tag!


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