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Auf unserer Reise weiter in den Süden sind wir nun am ersten der großen Seen, am Lake Wanaka bzw. in der Stadt Wanaka angelangt. Der See und das umgebende Hochgebirge ergeben zusammen ein tolles Panorama, aber hier sind trotz Low Season jede Menge Touristen unterwegs. Daher war die Campsite, auf der wir die erste Nacht bleiben wollten, auch bis zum späten Abend voll mit Campervans. Das hatten wir in der Form noch nicht erlebt. Vermutlich sind wir aber nicht die einzigen, die sich nach den diversen Neuseeland-Apps mit sämtlichen Sehenswürdigkeiten, Parkplätzen, Dump Stations und natürlich den Campsites, inkl. deren Bewertungen durch Gäste richten. Und da kam diese Site in der Gegend mit Abstand am besten weg, weil Vollausstattung (Musik aufm Campingplatz-Klo!) ... denn wir mußten Wäsche waschen.

Am nächsten Tag gings dann rein ins Gebirge, in den Mount Aspiring National Park, auf einem 30km langen, nicht enden wollenden Gravel Road; einer Schotterpiste mit unzähligen Bachdurchquerungen. Wir hatten bei jeder einzelnen Schiß, mit dem nicht gerade geländegängigen Siebenmeter-Schiff hängen- oder steckenzubleiben. Mit ein wenig Glück und natürlich fahrerischem Können (Harrrharrr! Eigenlob stinkt :) sind wir nach einer Stunde Geschirr- und Gebißklappern dann endlich unbeschadet angekommen. Die Piste verläuft durch ein wunderschönes und breites, früher vom Gletschereis glattgeschliffenes Tal mit einem Fluß aus türkisblauem Wasser. Zwischendrin gibts auf den Weiden großräumig verteilt Kühe, Rotwild und natürlich die obligatorischen Schafe. Da diese hier sogar auf den Straßen rumliefen, waren die Lämmer für Romy zum Knuddeln nah :) Das alles war die Fahrt schon wert. Zu unserer Überraschung hatten sich dann doch einige Touristen ans Ende der Piste verirrt, was wohl an den hier startenden, sehenswerten Tracks liegen mag.

Wir hatten uns diesmal für einen relativ einfachen Track (laut DOC, nicht laut Romy) entschieden, der nach 5km Anmarsch an einem Flüßchen entlang, inkl. 450m Aufstieg, an einer Aussicht auf den Rob Roy Gletscher endet; also ca. 500m vor und 300m unterhalb von dessen Gletschertor. Nun mag sich einer fragen, warum wir schon wieder zu einem Gletscher fahren. Antwort: Dieser hier liegt höher als der Fox oder Franz Josef Glacier, und das Ganze ist dadurch "alpiner"; insofern also landschaftlich nochmal was anderes. Und selbst wenn das nicht der Fall wäre, die komplette Tagestour war wieder von Anfang bis Ende Postkartenidylle; vom Wetter angefangen bis ins kleinste Landschaftsdetail. Sowas kann man sich notfalls auch zweimal anschauen :) Ich traue mich schon kaum noch, im Text Worte wie "fantastsich", "außergewöhnlich", "wunderschön" usw. zu verwenden, da diese vermutlich auf jeder der bisherigen Urlaubs-Wikiseiten vorkommen. Aber es ist verdammt nochmal wirklich so! Zum Glück :)

Auf der Rückfahrt wäre uns dann fast so ein Lamm-Fellknäul vors Auto gehopst. Es sprang zum Glück irgendwie doch noch in die richtige Richtung - weg vom Auto - wie ich in der riesigen Bremmsstaubwolke im Rückspiegel sehen konnte. War wohl Zentimetersache. Hui! Hat da wer ans Abendessen gedacht? Zumal es hier eigentlich auf jedem Campingplatz Barbecue-Grills gibt ...

Wir haben gleich noch einen zweiten Tag am Lake Wanaka verbracht. Diesmal aber auf einer anderen, wesentlich geräumigeren Campsite 10km außerhalb der Stadt. Da die wirklich sehr hübsch und ruhig ist (schätzungsweise ein Tourist pro Hektar Zeltplatz) und unser Camper bei bestem Seeblick nur 20m vom Ufer weg steht, haben wir einfach einen Ruhetag eingelegt. Zeit zum Sichten der Fotos und Auskurieren des Muskelkaters.


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