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Als nächstes hat es uns in den Fjordland National Park im Südwesten verschlagen, ein riesiges Gebiet mit zahlreichen Sounds und Fjorden. Im Gegensatz zu den Marlborough Sounds im Norden der Südinsel sind die Berge hier höher, die Fjorde breiter und das Gebiet insgesamt wesentlich größer. Man muß sich das landschaftlich ungefähr so vorstellen, wie wenn man Bayern bis zum Rand der Alpen fluten würde ... Hehe :) Also Hochgebirge inkl. schneebedeckter Gipfel mit kristallklarem und türkisfarbenem Wasser drumrum.

Wir wollten uns auf alle Fälle den weltbekannten Milford Sound anschauen und eigentlich noch den Doubtful Sound. Eigentlich, weil wir letzteren per Kleinflugzeug besichtigen wollten, was, wie sich im Verlauf herausgestellt hat, leider aus organisatorischen Gründen und teilweise suboptimalem Wetter in die Hose gegangen ist. Jedenfalls hatten wir uns als Place to Stay das Städtchen Te Anu ausgesucht, weil "Flughäfchen" vorhanden.

Am ersten Tag sind wir dann mit unserem Camper auf die 115km lange Tour über den legendären SH94 aka "Milford Road" von Te Anau gen Milford Sound gestartet. Eine wirklich sehr schöne Strecke mit massenhaft tollen Aussichten, entlang breiter Täler, durchs Hochgebirge und durch den einspurigen Homer Tunnel mit Bespaßung durch Keas, einer Papageienart, während der fünzehnminütigen(!) Rotphase an den Ampeln der Tunneleinfahrt. Das ganze Touristenprogramm mit Bootsfahrt im Fjord usw. haben wir uns aber geklemmt, und haben in der kleinen Bay am Mitre Peak einfach nur eine Zeit lang die Aussicht auf Fjord, Wasserfälle und umrahmendes Gebirge genossen. Das Ganze relativ ungestört am Ufer im Grünen. Ansonsten ist hier nämlich in Sachen Tourismus die Hölle los: massenweise Busse, die neue Besucher rankarren, und aller paar Minuten startet lautstark irgendein Kleinflugzeug oder Hubschrauber.

Auf der Rückfahrt haben wir, ungefähr auf halber Strecke SH94, noch eine Wanderung zum Key Summit absolviert. Der Track führte über ein paar Kilometer Waldweg im 45Grad Winkel auf ein knapp 1000m hoch gelegenes Plateau, für dessen Beschreibung ich mal wieder in die Superlativ-Kiste greifen muß. Denn dort oben war u.a. ein hübsches Feuchtgebiet mit kleinen, klaren Tümpel, fleischfressenden Pflanzen, bisher ungesehenen Insekten (siehe Fotos) und krass vermoosten Bäumen Bauart "Märchenwald". Und von der Hochebene bot sich natürlich ein spektakulärer Ausblick auf die höchsten Berge der Gegend. Zusammen ergab das mal wieder einen absolut traumhaften und einmaligen Gesamteindruck ohne Fehler im Detail, dem man dauerüberwältigt ausgesetzt ist. Zu allem Überfluß hatte das DOC da oben dann noch ein mit Stahlseilen fixiertes Plumpsklo installiert; als ob man nicht schon sämtliche Körperflüssigkeiten beim Aufstieg ausgeschwitzt hätte.

P.S.: Die beiden Fotos von Romy und mir entstanden übrigens zur selben Zeit. Hier sieht man mal wieder sehr schön die maximal unterschiedliche Temperaturwahrnehmung der beiden Geschlechter :)


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