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Wir sind zwar auf dem Weg nach Süden schon mal in der Nähe von Queenstown gewesen, aber erst jetzt konnten wir uns nicht länger davor drücken und haben tatsächlich vorbeigeschaut. Ich würde den Ort mal als das "Palma de Mallorca von Neuseeland" bezeichnen, denn Queenstown ist zweifellos das touristische Epizentrum von Neuseeland; mit allen Vor- und Nachteilen. Auf alle Fälle kann mir hier jeden Quatsch mitmachen, den sich je irgendein Verrückter nach dem zehnten Bier ausgedacht hat; quasi Action von scheiße langweilig bis total lebensmüde. In diese Spanne fällt aber auch der nachzuholende Flug über den Milford Sound ... gebongt.

Obwohl in der Umgebung eigentlich nicht viel für die Camper-Klientel geboten wird, hatte sich für die erste Übernachtung eine sehr hübsche DOC Campsite an einem nur wenige Kilometer entfernt gelegenen See gefunden. Allerdings gabs hier neben den knuffigen Schnorrer-Enten auch lästige Sandflies in größerer Stückzahl.

Am ersten Tag in Queenstown, einem Samstag, hatten wir mal wieder die für unseren Urlaub abonierte Großpackung Glück: es war ein Bombenwetter, gleich beim ersten Fluganbieter war zufällig jemand da, und Plätze auf einem Flug zwei Stunden später waren auch noch frei. Very Cool! Der Flug mit einer Cessna war dann der absolute Oberhammer. Hin- und Rückflug zum Milford Sound dauerten jeweils eine gute halbe Stunde, führten je nach Flughöhe durch bzw. über ein gutes Stück der Southern Alps mit schneebedeckten Gipfeln, Seen, Flüssen, Wasserfällen, Gletschern - wie gesagt; bei bestem Flugwetter. Wir sind aus dem Staunen und Fotografieren gar nicht mehr rausgekommen. Bei der Zwischenlandung im recht engen Tal des Milford Sound zum Einsammeln weiterer Passagiere (hinzu waren wir allein) gabs auch noch einen kleinen Adrenalin-Bonus.

Den zweiten Tag in der Queenstown-Ecke haben wir bei einer relativ einfachen und nur 15km langen Wanderung verbracht. Obwohl wir schon viel "Gegend" in Neuseeland gesehen hatten, gibts ja trotzdem immer was Neues zu entdecken. Hier gabs z.B. nicht den üblichen Regenwald, sondern eher einen schön urigen, trockneren Mischwald, wie man ihn aus Deutschland kennt. Bei einer der Bachdurchquerungen ist allerdings erst Romy mit einem Fuß im Bach gelandet und ich dann auch. Aber so war der Anteil Schadenfreude wenigstens gleich groß :)

Langsam aber sicher geht unser Urlaub in Neuseeland nun zu Ende. Das wird einem mit jedem Kilometer, den wir Christchurch näher kommen, bewußt. Dass das wirklich schon mehr als 5 Wochen gewesen sein sollen?! Aber ein paar Tage sind's ja noch!


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