Port Douglas ist ja ein recht langgezogenes Städtchen, wobei die Länge hier nicht durch die Bebauung entlang einer "Dorfstraße", sondern durch den 4 Mile Beach zustande kommt, an dem logischerweise jeder möglichst nah wohnen möchte. Im Gegensatz zu den letzten, eher windstillen Tagen weht mittlerweile meistens eine schöne Brise, weswegen es an diesem Strand nun auch auszuhalten ist. Da war es eines Tages irgendwie naheliegend, die vier Meilen des 4 Mile Beaches mal abzuschreiten. Da wir an einem Ende des Strandes wohnen, kommt so ein schöner Spaziergang über zweimal 6km zustande. Es ist (bei Ebbe) auch mehr als genug Platz für alle Touristen und Wochenendausflügler, sodass garantiert keiner wegen Überfüllung Platzangst bekommt.

Viel "Spektakuläres" zu fotografieren gab's bei dem Spaziergang zwar nicht, aber wir hatten einen entspannten Nachmittag an einem schönen, von Mangroven gesäumten Sandstrand bei Sonne und tropischen Temperaturen. Was will man mehr? Achso ... Im Meer baden gehen vielleicht?! Davon schrecken einen die zahlreichen Hinweisschilder zu bösartigen Quallen und Krokodilen dann leider ab. In Zentrumsnähe gibt's zwar einen mit Netzen zum Meer hin gesicherten Badebereich inkl. Bademeister, aber der ist bestenfalls brusttief, und 30 Badegäste reichen schon für Vollbelegung. Also blieb's für uns bei nassen Füßen. Die 3° Temperaturunterschied zwischen Luft und Wasser hatten jetzt aber eh nicht die ganz große Abkühlung versprochen :) Allerdings hätten wir uns sehr gefreut, die Quallen und Krokodile nicht nur auf Schildern zu sehen.

Am darauffolgenden Tag stand dann der nächste Tauchausflug auf dem Programm. Unser Guide hatte sich die "Klagen" über das Streßniveau der ersten Tour von uns anhören dürfen - Ningel! - und uns diesmal nicht auf der Poseidon sondern auf der Aquaquest eingebucht. Dieses Boot steuert ebenfalls die Agincourt Reefs an, ist aber trotz gleicher Größe irgendwie geräumiger und bietet noch ein drittes Deck; ein Sonnendeck. Insofern verteilen sich die Passagiere hier einfach besser. Außerdem war es wie gesagt windiger geworden, sodass wegen des Wellengangs auch weniger Schorchler mit von der Partie waren. Zusätzlich haben wir einen der drei möglichen Tauchgänge weggelassen, was ebenfalls für mehr Zeit und Entspannung gesorgt hat. So sollte tauchen sein! Dafür haben wir uns natürlich beim Dösen auf dem Sonnendeck schön den Pelz verbrannt.

Einen Drift Dive gab's diesmal nicht, aber trotzdem Great Barrier Reef at it's best; also mit Haien, vielen bunten Korallen und Fischen aller Art. Und: eine riesige Moräne. Obwohl wir so ein Zwitterwesen aus Fisch und Schlange schon öfters zu Gesicht bekommen hatten, war es insofern etwas besonderes, weil wir dieses bestimmt 2m lange Prachtexemplar in voller Größe und schwimmend bewundern konnten. Sonst sieht man immer nur den Kopf, wie er aus einer Höhle herausragt.

P.S.: Die Unterwasserbilder wurden wieder von unserem Guide aufgenommen.


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